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Länderübergreifende Zusammenarbeit
im Bereich deutschsprachiger audiovisueller Medien in Mittel- und
Südosteuropa
Der Verband der Branauer Deutschen Selbstverwaltungen
lud in diesem Herbst die Redakteure des Funkforums und des PausenRadios
nach Pécs / Fünfkirchen in Ungarn ein. Die beiden Verbandsvizevorsitzenden
stellten einen Antrag auf Förderung seitens der Stadt und erhielten
diese als Vorbereitungsprojekt der Kulturhauptstadt Pécs 2010. Mitgefördert
wurde das Vorhaben aus Geldern des bundesdeutschen Auswärtigen Amtes
über das Institut für Auslandsbeziehungen ifa Stuttgart infolge
eines Projekts des Medienvereins Funkforum. Weitere Unterstützer
der Maßnahme waren die Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes
Baden-Württemberg, die Deutsche Welle, der DeutschlandFunk, das
Funkhaus Fünfkirchen und Radio Temeswar.
Somit wurden in der dritten Oktoberdekade eine Fortbildung für PausenRadio-Redakteure
und das Herbsttreffen der Funkforum-Redakteure im Fünfkirchner Valeria-Koch-Jugendbildungszentrum
organisiert. Erstmals nahmen an dem Treffen auch TV-Redakteure der
deutschsprachigen Fernsehsendungen aus Rumänien, Ungarn und Serbien
teil. 3 Radiosendungen über die Fortbildung und das Medientreffen
wurden live nach Temeswar, in Ungarn und nach Deutschland gesendet.
Wozu diese Zusammenkunft führte, was die Mitgliederversammlung des
Funkforums beschloss und wie das Herbsttreffen verlief, mehr darüber
erfahren Sie hier bei uns. Astrid Weisz von Radio Temeswar und Adrian
Ardelean, Vorsitzender des Funkforums, fassen zusammen.
(Unterwegs in der europäischen Kulturhauptstadt
2010)
Das Funkforum ist ein grenzüberschreitendes Medienprojekt,
das sich seit vollen 7 Jahren ununterbrochen in der Region Mittel-
und Südosteuropa etabliert hat. Am Projekt sind insgesamt sieben
deutsche Radioredaktionen aus Rumänien, Ungarn und Serbien beteiligt.
Wenn in den Anfangsjahren des Funkforums die 2-mal jährlich stattfindenden
Vereinstreffen eine Schulung der Mitglieder als Kern hatten, so
hat sich dies beim nun 14. derartigen Treffen etwas verändert. Im
Mittelpunkt standen nicht so sehr die Mitglieder des Funkforums
selbst, wie ihre Projekte: PausenRadio, deutschsprachiger Medientag
und, wieso nicht, Teleforum? Bereits am Mittwoch, den 22. Oktober,
waren Schüler der PausenRadios aus Rumänien und Ungarn nach Fünfkirchen
/ Pécs zu einer Schulung gereist.

(Fortbildung im Bereich PausenRadio)
Das Netzwerk des PausenRadios schließt 5 Schulen
mit eigenen internen deutschsprachigen Radiostationen in Rumänien
und eine in Ungarn ein. Mit dem Gewinnen zweier weiteren deutschsprachigen
Gymnasien aus Fünfkirchen für dieses Projekt wollte das Funkforum
in diesem Schuljahr das PausenRadio auch auf ungarischer Seite weiter
entwickeln. Zur Fortbildung wurden SchülerInnen und begleitende
Lehrkräfte von insgesamt 8 Lehreinrichtungen eingeladen. Für die
TeilnehmerInnen engagierten die Veranstalter 2 Medientrainer. Die
Deutsche Welle bot dem Funkforum seitens der DW-Akademie Aarni Kuoppamäki
als Medientrainer an und übernahm auch dessen Honorarkosten. Als
2. Medientrainer luden die Veranstalter mit Unterstützung des Instituts
für Auslandsbeziehungen ifa Stuttgart den freischaffenden Journalisten
Thomas Wagner vom DeutschlandFunk ein. Dieser ist seit vielen Jahren
als Korrespondent in Westrumänien tätig, 2007 trat er dem Funkforum
bei und bereits im vergangenen Jahr leistete er mit den Jungjournalisten
eine gute Arbeit.
Die Fortbildungen liefen in den mobilen Werkstätten, deren Ausstattung
das Funkforum von der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes
Baden-Württemberg erhalten hatte. Innerhalb der Schulungen lernten
die jungen Nachwuchsjournalisten, Radionachrichten zu schreiben
und gebaute Beiträge zu erstellen. Das alles rund um die Vorbereitungen
für das europäische Kulturhauptstadtjahr 2010 in Fünfkirchen / Pécs.

(Begrüßung der Teilnehmer durch Funkforumvorsitzender
Adrian Ardelean)
Zwei Tage später, am Freitag, dem 24. Oktober,
trafen auch die Funkforumredakteure ein. Das sind Vertreter deutschsprachiger
Radioredaktionen aus Temeswar, Bukarest, Neumarkt, Reschitza, Arad,
Subotica und Fünfkirchen. Sie brachten in diesem Jahr erstmals auch
Redakteure aus der Fernsehbranche mit. Es gibt in den Mitgliedsländern
des Funkforums (Rumänien, Ungarn und Serbien) nämlich nicht nur
deutsche Radiosendungen sondern auch Fernsehsendungen. Ob ein Austausch
unter diesen Redaktionen möglich sei, wollte das Funkforum auch
erfahren und stellte sich als Rahmen für künftige Kooperationsprojekte
der TV-Redakteure zur Verfügung. Es beteiligten sich TV-Teams aus
Bukarest, Temeswar, Arad, Neusatz und Fünfkirchen. Diese stellten
sich gegenseitig ihre Sendungen vor und zeigten kurze Ausschnitte
ihrer Arbeit. Die Fernsehredakteure erklärten sich bereit, für den
Anfang ein grenzüberschreitendes Informationsnetzwerk zu gründen
und an dem deutschsprachigen Meidentag 2009 in Temeswar teilzunehmen.

(Teleforum, neues Projekt des Funkforums)
Die Funkforummitglieder erläuterten innerhalb ihrer
jährlichen Vollversammlung interne Vereinsfragen. Der Vorsitzende
stellte die Bilanz 2007 vor und der Vorstand wurde entlastet. Es
fanden neue Vorstandswahlen statt. Die Zusammensetzung des neuen
Vorstands ist: Vorsitzender – Adrian Ardelean (Radio Temeswar und
RTV Arad), Vizevorsitzender – Christian Erdei (Funkhaus Fünfkirchen),
Mitglieder – Imola Macavei (Radio Neumarkt), Ingrid Schiffer (Radio
Temeswar) und Hannelore Neurohr (Radio Temeswar). Die neue Rechnungsprüfungskommission
besteht aus Alois Kommer (Radio Neumarkt) und Thomas Wagner (DeutschlandFunk).
Desweiteren wurden die künftigen Projekte sowie weitere Finanzierungsmöglichkeiten
besprochen. Der Verein startete seine Tätigkeit 2001 mit einer vollen
Finanzierung seitens des bundesdeutschen Auswärtigen Amtes. Seit
2004 werden einzelne Projekte des Funkforums aus Sponsorengelder
mitfinanziert. Seit 2006 kommen Mittel seitens der Rumänischen Regierung
über das Demokratische Forum der Deutschen im Banat hinzu und 2008
auch seitens der Ungarischen Regierung über den Verband der Branauer
Deutschen Selbstverwaltungen.

(Funkforum live auf Sendung für Ungarn)
Ebenfalls etwas besonderes bei diesem Treffen des
Funkforums waren die insgesamt 3 live-Sendungen rund um das Pausenradio,
das Funkforum und das TV-Team-Treffen. Eine Premiere bildete dabei
die grenzüberschreitende live-Übertragung innerhalb des deutschsprachigen
Programms von Radio Temeswar. Bereits am Samstag morgen fuhren der
wiedergewählte Vorsitzende Adrian Ardelean zusammen mit den Kollegen
von Radio Neumarkt, Imola Macavei, und Radio Reschitza, Gerhard
Chwoika, sowie einem PausenRadio-macher aus Temeswar, Alexandru
Þucu, in das Funkhaus Fünfkirchen. Christian Erdei, Redakteur und
Moderator der deutschen Sendung aus Fünfkirchen, sowie neuer Vizevorsizender
des Vereins Funkforum lud zum Treffpunkt am Vormittag live in die
deutsche Sendung des ungarischen Programms für Minderheiten MR4
ein. Kurz vor 12 wurde es dann im Medienraum des Valeria-Koch-Jugendbildungszentrum
hektisch. Letzte Beiträge der PausenRadio-Redakteure, Musik und
Jingels wurden auf die beiden Laptops des improvisierten Sendestudios
gespeichert und es ging los. Aus dem Raum 282 im 2. Stock des Schülerwohnheims
sendete Robert Tari mit Unterstützung von Thomas Wagner und Adrian
Ardelean an den Mischpulten die deutsche Jugendwelle für Radio Temeswar
per live-Stream über das Internet aus Fünfkirchen. Die Jungjournalisten
stellten innerhalb von 45 Minuten ihre Recherchen und Reportagen
über die europäische Kulturhauptstadt 2010 Pécs vor. Der Sonntag
brachte dann die dritte Livesendung mit sich. Thomas Wagner fuhr
diesmal ins Funkhaus Fünfkirchen gemeinsam mit dem Veranstalterteam
Zoltan Schmidt und Stefan Bürgermayer sowie mit 2 Vertretern des
Pausenradios, Andelka Markovic aus Fünfkirchen und Dragoº Hofnãr
aus Schäßburg, um von dort nach Köln für den Sonntagsspaziergang
des Deutschlandfunks live auf Sendung zu gehen.

(PausenRadio live auf Sendung für Rumänien)
Vor Ort haben in Pécs / Fünfkirchen die beiden
Vorsitzenden des Verbands der Branauer Deutschen Selbstverwaltungen,
Zoltan Schmidt und Stefan Bürgermayer, die Organisation der Workshops,
Treffen und Sendungen mit viel Enthusiasmus übernommen und erfolgreich
gemeistert. Am Samstagnachmittag ging es mit einem großen Bus in
die Umgebung, in die Weingegend Willand in der ungarischen Branau
auf eine Besichtigungstour. Erster Stop – Újpeter / Ratzpeter. Hier
gab es den neuen deutschen Jugendclub sowie das Kulturhaus zu besichtigen.
Freundlich emfangen wurden die Redakteure auch im UNESCO-geschützten
Dorf Palkonya / Palkan, das 2007 zum europäischen Kulturdorf ernannt
wurde. Hier besichtigte die Gruppe die runde Kirche und eine der
vielen Weinkeller aus dem Kellerdorf. In Kisjákabfalva / Jakfall
kamen die Besucher aus dem Staunen schon gar nicht mehr heraus,
als sie hier in ein frischrenoviertes Bauernhaus traten, das im
Originalzustand erhalten eine Inneneinrichtung vorzeigt, wie sie
die Vorfahren der Schwaben auch im Banat zu haben pflegten. Nach
einem üppigen Nachtmal ging die Reise nach Pécs / Fünfkirchen zurück,
wo die Teilnehmer wegen dem Übergang zur Winterzeit eine Stunde
länger schlafen durften.

(Schlusswort des PausenRadio-Koordinators Robert
Tari)
Der Sonntagvormittag vor der Abreise war den Schlussfolgerungen
vorbehalten. Innerhalb einer festlichen Runde erhielten die Schulredakteure
des PausenRadios Teilnahmezertifikate seitens der Funkforumredakteure.
Für 2009 nimmt sich das Funkforum vor, seine bestehenden Projekte
weiterzuführen und weiter zu entwickeln, die grenzüberschreitende
journalistische Zusammenarbeit im Radio- und TV-Bereich auszuweiten,
den 5. deutschsprachigen Radiotag als einen erstmaligen Medientag
in Temeswar gleichzeitig mit den Heimattagen der Banater Deutschen
zu veranstalten sowie das Herbsttreffen des Funkforums und die Fortbildung
des PausenRadios in seinem 5. Projektjahr innerhalb der Vorbereitungen
für das europäische Kulturhauptstadtjahr 2010 in Pécs / Fünfkirchen
fortzusetzen. Weitere Ziele sind es, im Verein deutschsprachige
Redaktionen aus Kroatien, Slowenien und Italien aufzunehmen sowie
2010 den deutschsprachigen Medientag in der europäischen Kulturhauptstadt
Pécs / Fünfkirchen vorzubereiten.
Das sind Projekte, die nur dann möglich sein werden, wenn die bisherigen
freundlichen Unterstützungen aus Deutschland, Ungarn und Rumänien
fortbestehen, wenn das Institut für Auslandsbeziehungen ifa Stuttgart,
die Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg,
der Verband der Branauer Deutschen Selbstverwaltungen, das Demokratische
Forum der Deutschen im Banat sowie alle weiteren Förderer des PausenRadios
und des Funkforums diese Vorhaben weiter so freundlich unterstützen
werden, wie sie es bisher getan haben.

(Abschlussrunde des Funkforums und PausenRadios
in Fünfkirchen)
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FUNKFORUM UND PAUSENRADIO
Das
Hörfunkprojekt Funkforum ist ein grenzüberschreitendes
Medienprojekt, das seit schon 7 Jahren ununterbrochen in der Region
Mittel- und Südosteuropa tätig ist. Am Projekt beteiligen
sich insgesamt acht Radioredaktionen aus Rumänien, Serbien
und Ungarn. Das sind die deutschsprachigen Redaktionen öffentlich-rechtlicher
(6) und privater (2) Radiosender aus: Temeswar, Bukarest, Neumarkt,
Arad, Reschitza, Großkarol, Subotica und Pecs.
Ziele des Projekts sind es, zum einen die deutschsprachigen Minderheitensendungen
zu unterstützen und diese durch öffentlichkeitswirksame
Veranstaltungen wie den Deutschsprachigen Radiotag kräftiger
auftreten zu lassen und zum anderen das bereits existierende Netzwerk
zu stärken durch die Weiterführung der grenzüberschreitenden
redaktionellen Zusammenarbeit sowie durch die regelmäßige
Aus- und Fortbildung der einzelnen Redakteure/Mitarbeiter. Seit
2002 tauschen die Teilnehmer regelmäßig Beiträge
aus und erstellen monatliche Gemeinschaftssendungen, die von den
jeweiligen Stationen übernommen werden, und damit ihr Programmportfolio
ausweiten. Die Gemeinschaftssendungen werden auf der eigenen Homepage
veröffentlicht und bieten den beteiligten Redaktionen eine
online-Präsenz, wie sie die Minderheitensendungen andernfalls
nicht hätten. Weitere Ziele des Projekts sind es, die hier
lebenden deutschen Minderheiten einander näher zu bringen,
den Nachwuchsjournalismus durch Jugendprojekte zu fördern,
den Stammhörerkreis um die stetig wachsende Zahl der Deutschsprechenden
zu erweitern und weiterhin einen Eigenbeitrag zum Erhalt der deutschen
Sprache und Kultur in den drei Ländern zu leisten. Diese Ziele
unterstützen desweiteren den journalistischen und kulturellen
Austausch in der zusammenwachsenden Region Mittel- und Südosteuropas.
Gefördert wurde das Projekt seit seiner Gründung aus Mitteln
des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland durch
das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa).
Das Funkforum koordiniert seit 2004 das Projekt Pausenradio,
eine gemeinsame Initiative des Hörfunkvereins und der Donauschwäbischen
Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg. Ziel des Projekts
ist es, Pausenradios an deutschsprachigen Schulen zu gründen
und diese nach dem Modell des Funkforums in einem grenzüberschreitenden
Netzwerk einzuschließen. Die Pausenradioredaktionen erstellen
gemeinsame monatliche Jugendsendungen, die von mehreren Funkforumredaktionen
übernommen und im Internet auf einer eigenen Homepage veröffentlicht
werden. Auch dadurch wird das Programmportfolio der Funkforumredaktionen
erweitert und eine neue online-Präsenz geboten. Zurzeit sind
an dem Projekt fünf Schulen aus Rumänien und Ungarn beteiligt:
das Nikolaus-Lenau-Lyzeum Temeswar, das Adam-Müller-Guttenbrunn-Lyzeum
Arad, das Josef-Haltrich-Lyzeum Schäßburg, das Diaconovici-Tietz-Lyzeum
Reschitza, die Sankt-Anna-Schule aus der Arader Kleinstadt Sanktanna
und das Ungarndeutsche Bildungszentrum Baja.
Für den Erfolg der bisherigen Vereinstätigkeit des Funkforums
spricht auch das positive Medienscreening, das vom ifa 2006 erstellt
wurde. Sprachliche und journalistische Qualität, regelmäßige
interne Fortbildungen als auch Schulungsprojekte für Jugendliche
(Pausenradio), kultur- und gesellschaftspolitisches Potenzial, das
über die Zielgruppe der deutschen Minderheit hinausgeht, sind
die im Medienscreening festgehaltene Stärken des Projekts.
Auf diese Erfolge will das Funkforum auch im Jahr 2008 bauen.
1. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Hörfunkbereich
durch Programmkooperationen und den regelmäßigen Austausch
von Beiträgen
Diese Maßnahme trägt einerseits zur Erweiterung des Programmangebotes
der teilnehmenden Redaktionen und andererseits, durch die Veröffentlichung
im Internet der Gemeinschaftssendungen auf der Funkforum-Homepage,
zu einer Ausdehnung der Reichweite bei. Die Kontinuität in
der Zusammenarbeit wird durch die halbjährlichen Redaktionskonferenzen
gesichert sowie durch den permanenten online-Kontakt, das gemeinsame
online-Angebot durch das Hoasting und die Aktualisierung der Internetseite.
2. Stärkung des gesellschaftspolitischen Potentials,
das durch das öffentlichkeitswirksame Engagement und attraktive
Veranstaltungen über die Zielgruppe der deutschen Minderheit
hinausgeht
Der Deutschsprachige Radiotag ist die bisher wichtigste öffentlichkeitswirksame
Veranstaltung des Funkforums, die in den bereits drei vorangegangenen
Auflagen sich äußerst positiv entwickelt hat und ein
sehr breites Publikum anspricht. Für die 4. Auflage im Jahr
2008 plant das Funkforum eine open-air-Tour sowohl in Temeswar als
auch in Hermannstadt mit Künstlern aus Deutschland, Rumänien,
Ungarn oder Serbien. Der Radiotag soll, wie bisher, mit der Redaktionskonferenz
des Funkforums im ersten Halbjahr verbunden werden und die TeilnehmerInnen
am Projekt “Pausenradio” über Wettbewerbe mit einbeziehen.
3. Sprachliche und journalistische Qualitätssteigerung
durch regelmäßige interne Fortbildungen
Dies soll über die jährliche Fortbildung geschehen, die
mit der 2. Redaktionskonferenz im Herbst verbunden wird.
4. Stärkung und Weiterentwicklung der eigenen corporate
Identity durch Werbemaßnahmen
Das Funkforum hat sich von Anfang an als Leitbild das Motto “Wir
sprechen Ihre Sprache” gewählt. Eingeführt wurde
2006/2007 die Überschrift “Deutsches Radio für Sie”.
Dieses Leitbild will das Funkforum auch im Jahr 2008 durch alle
Webemaßnahmen bekannt machen, sowohl auf den Plakaten zu den
verschiedenen Veranstaltungen als auch auf der Internetseite, wie
auch durch weitere Werbematerialien (Broschüren, Plakate, Kugelschreiber,
Notizbücher, T-shirts, usw). Zu unterstreichen wäre auch,
dass die einzelnen deutschen Redaktionen über keine eigenen
Leitbilder verfügen. Aus diesem Grund ist die Stärkung
einer gemeinsamen corporate Identity innerhalb des Funkforums desto
wichtiger.
5. Das Einbeziehen von Jugendlichen durch das
Projekt „Pausenradio”
Die deutschen Minderheiten aus Mittel- und Südost-Europa haben
ein höheres Durchschnittsalter als die jeweilige Mehrheitsbevölkerung.
Die junge Generation ist vielerorts so gut wie abwesend. Aus diesem
Grund ist es für die deutschsprachigen Redaktionen in der Region
wichtig, sich an Zielgruppen zu wenden, die über die deutsche
Minderheit hinausgehen. Gute Beispiele hierfür sind die vielen
Schulen mit Unterricht in deutscher Sprache, die zu 90% von Kindern
aus andersethnischen Familien besucht werden. Eine erfolgreiche
Maßnahme, diese Zielgruppe zu gewinnen, ist das Pausenradio.
Durch das Projekt werden den Jugendlichen Medienkenntnisse beigebracht,
die ihnen im eigenen Umgang mit den Medien weiterhelfen, es wird
aber auch das Interesse der Jugendlichen an dem deutschsprachigen
Programmangebot geweckt. Durch die Einführung von Jugendsendungen
weitet sich auch das Programmportfolio der Funkforumredaktionen
aus. Ein Nachteil der Pausenradioredakteure ist, dass sie sehr schnell
aus dem Schulalter herauswachsen und das Projekt mit dem Schulabgang
verlassen. Dieser Nachteil kann aber auch zum Vorteil werden, wenn
sie dann in die journalistische Profiarbeit einsteigen und den Nachwuschs
für die deutschsprachigen Redaktionen des Funkforums sichern.
Beispiele hierfür gibt es bereits. Folglich müssen immer
neue radiobegeisterte Mitglieder für das Pausenradio gewonnen
werden und diese benötigen eine journalistische Grundausbildung.
Deshalb will das Funkforum auch 2008 eine Fortbildung für Jungjournalisten
organisieren. Desweiteren soll die Internetseite des Projekts weiterentwickelt
und gepflegt werden. Diese dient einerseits als online-Angebot der
Jugendsendungen und als Plattform zur Bekanntmachung der Projekttätigkeiten.
Sie ist zugleich auch der virtuelle Treffpunkt der Schülerredakteure,
die auch über die gemeinsamen Schulungen hinaus in Kontakt
bleiben und gemeinsame Projekte durchführen.
6. Mehrwertprodukte
Für die audiovisuellen Medien, deren Programme ein einziges
Mal zu bestimmten Uhrzeiten gesendet werden, bildet die Möglichkeit
eines zeitversetzten Abrufens ein Mehrwertprodukt. Wer die Sendung
nicht live im Radio gehört hat, kann sie zu einem späteren
Zeitpunkt abrufen und hören. Nachfragen von den Zuhörern
gibt es bereits. Das Internet macht es nun möglich. Die einzelnen
Mitgliedsredaktionen des Funkforums, die Minderheitenredaktionen
innerhalb privater oder öffentlich-rechtlicher Anstalten, haben
diese Möglichkeit nicht. Einige können ihre Sendungen
auch im Internet ausstrahlen, jedoch nur im Livestream. Einen ersten
Schritt in dieser Richtung machte bereits das Funkforum: auf seiner
eigenen Webseite werden die monatlichen Gemeinschaftssendungen der
Vereinsmitglieder veröffentlicht.
Für 2008 nimmt sich das Funkforum vor, alle deutschsprachige
Radiosendungen aus Rumänien, Ungarn und Serbien auf einer gemeinsamen
Plattform als online-Angebote zu präsentieren. Für den
Anfang sollen auf der Webseite des Funkforums alle Sendungen eines
Monats hochgeladen werden, d.h. tägliche Sendungen von 4 Redaktionen
(30 Sendungen pro Redaktion im Monat) und wöchentliche Sendungen
von den anderen 4 Redaktionen (4 Sendungen pro Redaktion im Monat).
Durch dieses neue Angebot soll gleichzeitig auch die gemeinsame
corporate Identity mit der Oberschrift „Deutsches (online-)Radio
für Sie” gestärkt weren. Zudem soll dieses gemeinsame
Auftreten auch beweisen, dass diese Region Mittel- und Südosteuropas
zusammenwächst.
Was die Finanzierung anbelangt, war das Funkforum
schon immer bemüht, für die einzelnen Projekte auch weitere
Finanzierungsquellen ausfindig zu machen. Im Jahr 2007 wurden die
beiden Veranstaltungen des Funkforums zu 22,06% (Radiotag) bzw.
zu 72,60% (Redaktionstreffen des Funkforums und Schulung der Pausenradios)
vom ifa unterstützt. Die Bemühungen um neue Finanzierungsquellen
werden auch im Jahr 2008 fortgesetzt. Wichtigster Partner des Funkforums
für den Radiotag ist das Demokratische Forum der Deutschen
im Banat, das seine Projekte über das Demokratische Forum der
Deutschen in Rumänien und das Minderheitendepartment innerhalb
der rumänischen Regierung finanziert. Desweiteren werden 2008
weitere Sponsorengelder für konkrete Kosten herangezogen. Die
Hauptfinanzierung der laufenden Projektkosten bleibt aber wohl auch
im Jahr 2008 das Hauptproblem, ohne die das Funkforum die beschriebenen
Entwicklungsschwerpunkte nur schwer erreichen kann. Um die Kontinuität
der Zusammenarbeit zu sichern, gilt es, die bisher erfolgreich durchgeführten
Projekte weiterzuführen und den neuen Herausforderungen offen
zu begegnen.
Adrian Ardelean,
Vorsitzender des Funkforums |
| Die 4. Auflage der Deutschsprachigen
Radiotage in Rumänien
Positive Bilanz einer gelungenen Leistungsshow
deutschsprachiger Radioredaktionen Südosteuropas
Der Verein FUNKFORUM deutschsprachiger Hörfunkredaktionen
aus Rumänien, Ungarn und Serbien und das Demokratische Forum
der Deutschen im Banat (DFDB) veranstalteten in der Zeitspanne 29.
Mai – 1. Juni 2008 die Deutschsprachigen Radiotage.
Mit seiner 4. Auflage fand das Event heuer zum ersten Mal in Form
einer Tournee statt und wurde sowohl in Hermannstadt als auch in
Temeswar gefeiert. Diese beiden Städte sind die wichtigsten
Zentren der deutschen Gemeinschaft in Rumänien. Hinzu kam eine
dritte Ortschaft: Drobeta Turnu Severin. Sie ist die Kreishauptstadt
einer der am wenigsten wirtschaftlich entwickelten Regionen Rumäniens,
die aber über ein großes Entwicklungspotential wegen
ihrer strategischen Lage an der Donau verfügt.
Anlass zu den 4. Deutschsprachigen Radiotagen
gab die siebenjährige grenzüberschreitende radiojournalistische
Zusammenarbeit innerhalb des Vereins Funkforum. Der Festakt in Hermannstadt
mit Bürgermeister Klaus Johannis, dem Kreisratsvorsitzenden
Martin Bottesch, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland Dr.
Jean Pierre Rollin sowie namhaften Gästen und das Konzert auf
dem kleinen Ring standen im Zeichen des 50-jährigen Bestehens
der Radioanstalten in Neumarkt und Klausenburg, die Hermanstadt
als Verwaltungszentrum der deutschen Minderheit in Rumänien
seit 18 Jahren mit Sendungen in deutscher Sprache beliefern. In
Temeswar waren gleich mehrere Programmpunkte vorgesehen: ein Festakt
und eine Pressekonferenz mit Bürgermeister Gheorghe Ciuhandu,
dem DFDR-Abgeordneten im Rumänischen Parlament Ovidiu Gant,
dem Konsul der Bundesrepublik Deutschland Rolf Maruhn, dem Vorsitzenden
des Deutschsprachigen Wirtschaftsclubs Peter Hochmut und weiteren
namhaften Gästen, ein Konzert auf dem Domplatz innerhalb des
Festivals „Temeswar, Klein-Wien“ des Bürgermeisteramtes,
das leider wegen eines heftigen Gewitters unterbrochen werden mußte,
sowie die Teilnahme an einer zweitägigen Messe der deutschsprachigen
Wirtschaft und Kultur „Made in Banat“ beim Iulius-Mall-Einkaufszentrum.
In Drobeta Turnu Severin wurde mit einem Abendkonzert auf eine erste
deutsche Investition in der Region hingewiesen.
Für das Konzertprogramm der Deutschsprachigen Radiotage
in Temeswar, Hermannstadt und Drobeta Turnu Severin begrüßte
das Funkforum die Teilnahme einer Künstlergruppe aus Deutschland,
„Luis und Laserpower“ sowie die Teilnahme des rumänischen
Sängers und Songschreibers Cristian Faur. In der Eröffnung
des Konzerts in Drobeta Turnu Severin spielte die lokale Band „Donaupiraten“.
Im Temeswarer Iulius-Mall-Center konzertierten desweiteren die deutsche
Stadtkapelle „Franz Hoffner und seine Temeswarer Bigband“
und die „Old Dixiland Band“ der Banater Philharmonie,
das Schauspielensemble des Deutschen Staatstheaters Temeswar sowie
die deutschen Tanzgruppen „Hänschenklein“ und „Banater
Rosmarein“ des Banater Deutschen Forums.
Zum Tourneestaff der Deutschsprachigen Radiotage
gehörten neben den Künstlern und dem technischen Ton-und-Licht-Team
Redakteure des Funkforums aus Temeswar, Arad und Budapest, Zoltan
Schmidt und Stefan Bürgermeyer, Vertreter der Deutschen Minderheit
aus Ungarn sowie Ursula Hettchen, Vertreterin der Deutschen Welle
in Bonn. Ihnen schlossen sich Gäste an den drei Stationen an:
in Drobeta Turnu Severin der Vizevorsitzende des Deutsch-Rumänischen
Forums, Manfred Engelmann, in Hermannstadt der Ehrenvorsitzende
des deutschen Landesforums, Prof. Paul Philippi, Dr. Paul-Jürgen
Porr, Vorsitzender des Siebenbürgenforums sowie der Hermannstädter
Forumsvorsitzende, Prof. Dr. Hans Klein, sowie die Funkforumredakteure
aus Hermannstadt und Neumarkt und in Temeswar den Temescher Präfekten
Ovidiu Draganescu sowie die Funkforumkollegen aus Bukarest und Reschitza.
Das Funkforum verfügte für seine 4. Deutschsprachigen
Radiotage über Finanzierungen seitens des Auswärtigen
Amtes der Bundesrepublik Deutschland über das Institut für
Auslandsbeziehungen (ifa) Stuttgart, des Departments für Interethnische
Beziehungen innerhalb der Rumänischen Regierung über das
Demokratische Forum der Deutschen im Banat (DFDB), des Baden-Württembergischen
Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst über
das Deutsche Konsulat in Temeswar sowie seitens des Deutschsprachigen
Wirtschaftsclubs Temeswar (DWC). Ferner unterstützten das Projekt
Radio Temeswar, das Deutsche Forum in Hermannstadt, die Bürgermeisterämter
aus Hermannstadt und Temeswar sowie mehrere Sponsoren. Eine finanzielle
und logistische Unterstützung, ohne welche die Miteinbeziehung
von Drobeta Turnu Severin auf dem Veranstaltungsprogramm nicht möglich
gewesen wäre, kam seitens der Christlich-Sozialen Stiftung
vor Ort und der Firma Szellner & Partner.
Die Deutschsprachigen Radiotage sind die bisher
wichtigsten öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen des Funkforums,
die sich in den bisherigen vier Auflagen äußerst positiv
entwickelt haben und ein sehr breites Publikum ansprechen. Das Event
ist ein Treffpunkt für Journalisten aber auch für Vertreter
aus den Bereichen Politik, Minderheiten, Wirtschaft und Kultur sowie
für das junge Publikum. Das Funkforum stellt dabei auch sein
Jugendprojekt Pausenradio der Öffentlichkeit vor, das ebenfalls
aus Mitteln des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland
über die Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg
gefördert wird. Durch eine öffentlichkeitswirksame Großveranstaltung
wird das breite Publikum auf die Angebote der Radiosendungen in
deutscher Sprache aus der gesamten Region aufmerksam gemacht. Der
Mehrheitsbevölkerung werden die Vorteile der deutschen Sprache
als Kommunikations- und Wirtschaftssprache vorgestellt und die deutsche
Gemeinschaft mit ihren beiden Komponenten, Kultur und Wirtschaft,
als einen vorbildlichen Fortschritts- und Entwicklungsfaktor in
der Region dargestellt.
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Förderer der Deutschsprachigen Radiotage

Redaktion von Radio Temeswar vor der Abfahrt

Pressekonferenz in Temeswar - deutscher Konsul Rolf Maruhn, Vorsitzender
des Funkforums Adi Ardelean und Team

Pressekonferenz in Temeswar - DFDR Abgeordneter Ovidiu Gant

Pressekonferenz in Temeswar - Temeswarer Bürgermeister Gheorghe
Ciuhandu

Konzert in Drobeta Turnu Severin - Die Donaupiraten

Konzert in Drobeta Turnu Severin - Cristian Faur

Konzert in Drobeta Turnu Severin - Luis und Laserpower

Konzert in Drobeta Turnu Severin - Publikum

Festakt in Hermannstadt

Festakt in Hermannstadt

Festakt in Hermannstadt - Pausenradiokoordinator Roby Tari

Konzert in Hermannstadt - Adi Ardelean, Moderator

Konzert in Hermannstadt - Cristian Faur

Konzert in Hermannstadt - Luis und Laserpower

Konzert in Hermannstadt - Publikum

Made in Banat Messe, Medienstand - Hannelore Neurohr, Radio Temeswar

Made in Banat Messe, Medienstand - Funkforum und Deutsche Welle

Made in Banat Messe, Eröffnung

Made in Banat Messe, Eröffnung

Made in Banat Messe, Eröffnung - Funkforumteam

Made in Banat Messe, Kulturprogramm - Volkstrachtengruppe Banater
Rosmarein

Made in Banat Messe, Kulturprogramm - Franz Hoffner und seine Temeswarer
Big Band

Made in Banat Messe, Kulturprogramm - Deutsches Staatstheater Temeswar

Made in Banat Messe, Kulturprogramm - Publikum

Made in Banat Messe, Endveranstaltung - Veranstalterteam

Made in Banat Messe, Endveranstaltung - Cristian Faur

Made in Banat Messe, Endveranstaltung - Luis und Laserpower

Made in Banat Messe, Endveranstaltung - Publikum
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